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Malteser Lingen

Einsatz nach Fund eines Bombenblindgängers

Malteser aus Lingen und Papenburg unterstützen bei der Evakuierung

31.01.2019
Quelle: Facebook Stadt Lingen

Am Donnerstag, 31.01.2019 wurde unser Leiter Notfallvorsorge um 15.00 Uhr durch das Ordnungsamt der Stadt Lingen alarmiert und zur Sitzung des Krisenstabs bestellt. Nach Ende dieser Krisensitzung war klar, das an diesem Abend ein Radius von 1.000m um den gefundenen Bombenblindgänger evakuiert werden muss. In diesem Radius befanden sich rund 8.800 Menschen und darunter sechs Pflegeheime, wo die meisten Bewohner beim Verlassen auf die Hilfe durch den Krankentransport oder durch einen Rollstuhltransport angewiesen waren.

Nach Zuteilung der Einsatzabschnitte bildete das DRK zusammen mit unserem Leiter Notfallvorsorge die Koordinierungsstelle für die Transporte und die Alarmierung der Helfer wurde begonnen. Um 17.45 Uhr waren dann insgesamt 40 Helfer im Einsatz, darunter auch Helfer der Malteser aus Papenburg. Von den Kollegen wurden weitere RTW, KTW und auch Fahrdienstfahrzeuge nach Lingen entsandt. Der Auftrag für uns war, dass primär die Pflegeheimbewohner zum Evakuierungszentrum in die BBS am schwarzen Weg gebracht werden. Der ursprüngliche Plan, dass die Bombe um 20.00 Uhr kontrolliert gesprengt werden sollte verzögerte sich auf kurz vor 24.00 Uhr. Der Grund dafür war, dass bei der Gebietskontrolle immer wieder hilfebedürftige Menschen angetroffen wurden und erneut Transportfahrzeuge zu diesen Menschen geschickt werden musste. Schließlich konnte dann aber um kurz nach 23.30 Uhr der Abschluss der Transporte gemeldet werden und die Sprengung erfolgte.

Nach der Sprengung wurde dann um 00.30 Uhr mit dem Rücktransport der Menschen aus dem Evakuierungszentrum begonnen. Gegen 03.00 Uhr und unzähligen Fahrten war das Evakuierungszentrum an der BBS leer und der Einsatz konnte beendet werden.

An dieser Stelle sei die hervorragende Zusammenarbeit aller Hilfsorganisationen zu erwähnen, es wurde Hand in Hand gearbeitet. Unser Dank geht an die Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehr, des THW, des DRK, der DLRG, den Johannitern und der Polizei. Es zeigte erneut wie gut die Zusammenarbeit in solchen Situationen funktioniert und das bei über 500 Einsatzkräften.

Video der Evakuierung

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