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Malteser Lingen

Erfolgreicher Einsatz auf dem Katholikentag

400 Erste-Hilfe-Leistungen

13.05.2018
550 Malteser aus ganz Deutschland haben die Besucher sanitätsdienstlich versorgt, Unterkünfte betreut und einen Fahrdienst für Menschen mit Benachteiligung betrieben (Foto: Malteser)

Münster. Während des 101. Deutschen Katholikentages in Münster haben die Malteser lediglich 400 Mal Erste Hilfe leisten müssen. „Das zeigt, dass die fünftägige Veranstaltung ein frohes Glaubensfest bei bester Stimmung und gutem Wetter war und die Rahmenbedingungen stimmten“, zieht Malteser-Gesamteinsatzleiter Markus Bensmann eine positive Bilanz.

„Die Malteser haben es in Münster geschafft, lebendiger Bestandteil des Katholikentages vor und hinter den Kulissen zu sein“. Ein Höhepunkt war der Malteser-Gottesdienst mit Bundesseelsorger Bischof Heinrich Timmerevers in St. Lamberti am Himmelfahrtstag.

Die Zahlen im Einzelnen:

• Sanitätsdienst: Insgesamt 400 Hilfeleistungen und 35 Übergaben an den Rettungsdienst der Stadt Münster (Transporte ins Krankenhaus). Das liegt im Rahmen der für eine solche Veranstaltung zu erwartenden Zahlen. 550 Einsatzkräfte und 15 Ärzte der Malteser leisteten diesen Sanitätsdienst an sechs Sanitätsstationen im Stadtgebiet von Münster sowie mobil mit Fahrrad-Sanitätsstaffeln.

• Fahrdienst: Bis zum Sonntagmittag verhalf der Fahrdienst der Malteser 500 Personen zu Mobilität auf dem Katholikentag. Dazu besetzten 50 Fahrerinnen und Fahrer 20 Spezialfahrzeuge.

• Begleitservice: Die Malteser Jugend ermöglichte durch insgesamt 47 individuelle Begleitungen Menschen mit Behinderung eine barrierefreie Teilnahme. Für die Malteser Jugend war der DKT in Münster ihr bislang größter Einsatz.

• Unterkünfte: In acht Gemeinschaftsunterkünften (Schulen) betreuten die Malteser 2.300 Teilnehmer.

• In Informationsständen, Podien und Werkstätten, unter anderem mit den Schwerpunkten „Integration“, „Hospizarbeit“ und „Demenz“, informierten und diskutierten die Malteser mit den Besuchern über wichtige gesellschaftliche Themen.

Der Malteser-Infostand auf dem Schlossplatz lud an allen Tage mit einer Spiel- und Café-Ecke zum Verweilen ein. Am Stand der Malteser Jugend auf dem Stadtwall wurden ein Friedensimpuls, eine Fahrrad-Stadtralley und eine Fahrradtour in die Rieselfelder, ein Naturschutzgebiet nördlich von Münster, angeboten. Außerdem konnten Kinder und Jugendliche ihre Handabdrücke auf einer großen Friedenstaube hinterlassen.

Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, Präsident des Malteser Hilfsdienst e.V. in Deutschland, hat am Rande des Katholikentages mehr Unterstützung der Politik für die Arbeit der Malteser gefordert. Im Twickelschen Hof, in dem vor 65 Jahren der Malteser Hilfsdienst gegründet worden ist, forderte Brandenstein-Zeppelin mehr Verständnis für die Bedeutung, die der Zusammenarbeit zwischen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern zukomme.

Es sei etwa problematisch, dass es zur Zeit nicht möglich sei, dass hauptamtliche Mitarbeiter in ihrer Freizeit auch ehrenamtlich andere Ehrenamtliche schulen. Darin sehe der Gesetzgeber eine unzulängliche Mischung zwischen Ehren- und Hauptamt. Eine Perspektive, bei der verkannt werde, wie sehr beide Seiten miteinander verbunden seien und gerade dadurch die Basis für die erfolgreiche Arbeit des Dienstes geschaffen werde.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der an dem Empfang teilnahm, erklärte, er wolle die Bedenken nach Berlin mitnehmen und berücksichtigen. Gleichzeitig hob er hervor, wie sehr er die Arbeit der Malteser schätze. Die Malteser und ihre Arbeit seien Ausdruck einer vorbildlichen Arbeit aus dem Glauben heraus.

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